Auf vielen Betrieben ist es üblich, die männlichen Tiere zu kastrieren, besonders die Eber, die im Verruf stehen, einen unangenehmen Fleischgeschmack zu entwickeln. Tatsächlich kommt das vor, doch wir hatten noch nie einen sogenannten „Stinker“, obwohl wir noch nie Ferkel kastrierten, es ist also äusserst selten. Mit Trennung der geschlechtsreifen Eber von den Sauen und vor allem mit artgerechter Familien- und Gruppenhaltung ist es möglich eine sehr gute Fleischqualität zu erreichen, ohne Kastration. Zudem kann man das Fleisch der Eber, falls sie einen Nebengeschmack entwickeln, ohne Probleme kalt verarbeiten. Die Kastration ist für Ferkel eine schmerzhafte Angelegenheit, neuerdings muss man sie dazu betäuben, was sehr aufwändig und teuer ist. Deshalb gibt es neu die Kastration per Injektion die in den Hormonhaushalt eingreift. Welche Auswirkungen diese Impfung auf den Mensch hat, der das Fleisch von diesen Tieren isst, ist nicht erwiesen…. Wir setzen uns jedenfalls dafür ein, ein Tier so zu lassen, wie es ist.